Vermarktung
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Oct 5, 2015

Die wahren Kosten der Content-Vermarktung

Wie reagieren Sie auf Werbetreibende, die mehr bloggen und weniger werben möchten?
Wie reagieren Sie auf Werbetreibende, die mehr bloggen und weniger werben möchten?

Sprechen Sie mit Ihnen über die wahren Kosten der Content-Vermarktung?

Seit Unternehmen mit mächtigen Werkzeugen, wie dem Internet, SEO und verschiedenen Publishing-Tools ausgestattet sind und sich damit selbst als Publisher behaupten möchten, ist Content-Vermarktung in der Welt des Marketing der letzte Schrei. Rein theoretisch tun sie damit prinzipiell nichts anderes, als das altbekannte Vermarktungsmodell von der anderen Seite her anzupacken. Statt für Werbekampagnen in verschiedenen Printveröffentlichungen, bei TV-Sendern und auf Websites zu zahlen, entscheiden sich diese Unternehmen dafür, ihre eigenen TV-Sender ins Leben zu rufen und SEO-freundliche Websites zu erstellen, die sie dann mit ihren eigenen Bloginhalten füllen. Die Unternehmen schreiben über ihre Nische oder sogar völlig fremde Themengebiete, die ihre Kunden aber dennoch interessieren könnten.

Nehmen Sie zum Beispiel dieses Unternehmen, das Klimaanlagen wartet und repariert. Es wagte den Schritt, sich selbst zu vermarkten, indem es Blogartikel zu einer ganzen Bandbreite von Themen verfasst – von Klimaanlagen über die coolsten Orte in der Stadt bis hin zu den coolsten Fleckchen, an denen man einen Kaffee trinken kann; um nur ein paar Beispiele zu nennen. Diese Beiträge werden auf der Website des Unternehmens veröffentlicht, über die sozialen Netzwerke geteilt und sogar als bezahlte Anzeigen auf Facebook noch bekannter gemacht. Indem das Unternehmen nicht nur über seine eigene Branche schreibt, sondern auch weitere Themengebiete abdeckt, kann es sich auf ungewöhnliche Weise potenziellen Kunden seiner Region vorstellen. Hier ist ein Beispiel für einen seiner Facebook-Beiträge:

Es drängt sich natürlich die Frage auf: „Ist dies wirklich ein effizientes Konzept?” Viele Unternehmen sind der Ansicht, dass sie bei der Vermarktung von Dienstleistungen oder Produkten nun freie Bahn haben. Aber ist das wirklich so? Im Folgenden sind einige mögliche Kostenfaktoren genannt, die bei der Erstellung eines Blogartikels zu bedenken sind:

  • Schreiben: Zum einen entstehen Kosten für die Arbeit des Bloggers / der Bloggerin oder eines Blog-Services. Das Schreiben kann auch vom Inhaber oder einem/r Angestellten übernommen werden. Aber je nach Rolle dieser Person im Unternehmen, könnte es wenig kosteneffizient sein, seine oder ihre Zeit auf das Bloggen zu verwenden.
  • Redaktion: Egal, ob Sie eine(n) Autor(in) von außerhalb des Unternehmens beauftragen, einen Blog-Service oder eine(n) Mitarbeiter(in) des Unternehmens, Sie benötigen jemanden, der den Artikel redigiert und sicherstellt, dass der Inhalt mit den Unternehmenszielen übereinstimmt.
  • Bilder: Es wird empfohlen, dass ein Blogartikel einesoder mehrere Bilder beinhaltet, das zum einen zum Teilen des Artikels in den sozialen Netzwerken verwendet wird, zum anderen, Interesse am Artikel generiert. Das richtige Bild zu finden, kann einige Zeit in Anspruch nehmen und Bilddatenbanken verlangen teilweise Geld für die Nutzung eines Bildes. Manche Blog-Services stellen für das Bereitstellen eines Bildes den nahezu gleichen Betrag in Rechnung wie für das Schreiben eines Artikels – eben, weil es viel Zeit in Anspruch nimmt.
  • Soziale Netzwerke: Damit die Blogartikel auch gelesen werden, müssen sie über die sozialen Netzwerke verbreitet werden. Wenngleich die Nutzung von Facebook, Twitter und anderen Plattformen dieser Art zwar kostenlos ist, kostet es jedoch eine Person Zeit, die Beiträge einzustellen und bezüglich der Änderungen an den Algorithmen der sozialen Netzwerke auf dem Laufenden zu bleiben. Bei Facebook, dem beliebtesten sozialen Netzwerk, wird ein Beitrag möglicherweise nur von wenigen gesehen, sofern man nicht Geld für eine bezahlte Anzeige ausgibt. Das liegt daran, dass Facebook erst kürzlich Änderungen an der organischen Reichweite vorgenommen hat.
  • Tracking: Es ist wichtig, zu wissen, welche Artikel besonders viele Besucher anlocken. Um dies herauszufinden, müssen Sie Google Analytics im Auge behalten oder Sie setzen gar auf teure Software, die Einblick in den aus der Vermarktung hervorgehenden Besucherstrom bietet und ziemlich teuer sein kann. Gerade wenn Leads wichtig sind, entstehen zusätzliche Kosten durch das Erstellen von Landing Pages und Formularen. Jemand sollte ebenso einen Überblick über das SEO haben und sicherstellen, dass die Artikel SEO-optimiert sind.

Kann diese Strategie zum Erfolg führen? Ja. Für all jene mit Talent beim Schreiben und Kenntnissen in Sachen sozialen Netzwerke kann dies eine großartige Möglichkeit sein, sich zu vermarkten. Für so viele andere hingegen ist dieses Vorgehen allerdingsnicht effizient und allzu viele Unternehmen scheitern daran, dies zu erkennen. Es gilt, die Kosten gegen die Kosten einer in Auftrag gegebenen Werbekampagne abzuwägen. Denn in vielen Fällen ist letztere Option die günstigere Variante. Das nächste Mal, wenn Ihnen ein potenzieller Werbetreibender mitteilt, sich selbst um die Vermarktung kümmern zu wollen, machen Sie ihm klar, wie hoch die Kosten für Content-Vermarktung sind. Denn manchmal ist es besser, die Vermarktung dem Profi zu überlassen und sich als Unternehmen auf das eigene Fachgebiet zu konzentrieren.

Mark McCormick ist der Gründer von MirabelTechnologies, einem führenden, cloud-basierten Software-Anbieter von Publishing-Lösungen, einschließlich dem The Magazine Manager, dem The Newspaper Manager und dem Mirabel’s Digital Studio. Ehemals war er als Unternehmer im Publishing-Sektor tätig, der ein Dutzend Titel in den Bereichen Regionalzeitung, Innenarchitektur und Immobilien an den Start brachte.

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