Digital
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Sep 17, 2015

Digitale Ausgaben: Sind sie kurz vor dem Abheben?

Die Online-Leser sind noch nicht für alle konstant da, aber ein Technologie-Sprung könnte da eine Veränderung bringen – und zwar schneller als gedacht!
Abo-Zuwächse sind auf ein Schneckentempo verlangsamt, Tablet-Verkäufe sprudeln. Die Zahl digitaler Ausgaben ist kurz nach dem anfänglichen Hype gefallen und 2010 wieder angestiegen nachdem der erste iPad ausgeliefert wurde.

In der Zwischenzeit haben viele Verleger heftig in diese Plattform investiert, was in einer signifikanten Erhöhung von Produktion und Gestaltungresultierte, für alles was über das normale Flipbookformat hinausging- im Wesentlichen wurde eine eigene Produktion für das gleiche Produkt erforderlich. Wo stehen die Verleger mit ihrer Strategie beim heutigen Stand der digitalen Ausgaben? Hat sie sich verändert? Passt sie noch?Wenn wir uns Tablet-Ausgaben pragmatisch ansehen, darf man nicht nach dem „Retter“ suchen. Als Apple das iPad einführte, taumelte die Industrie noch, von der Krise geschüttelt. Aber wie es sich herausstellte macht man mit Print immer noch einen Grossteil der Einnahmen und Verleger können Digitale Ausgaben nicht mehr wie die Allheillösung sehen, denn sonst würde mit Print ihre Haupteinnahmequelle verschwinden.Digitale Ausgaben sind eher ein weiterer Vertriebskanal und einer, der etwas Geduld erfordert, während der Markt für Tablet- und Mobilgeräte sich weiter fragmentiert und entwickelt, aber weiterhin essentiell für die Verlage bleibt.

‍Mark McCormick, Präsident von Mirabel Technologies

„Es war von Anfang an ein „Catch 22““ sagt Mark McCormick, Präsident von Mirabel Technologies und ehemaliger Präsident von Gulfstream Media Group, Verleger von Stadt- und Regionalzeitschriften an der Ostküste von Florida. „Verleger haben Digitale Ausgaben als DIE Lösung gesehen, wollten aber gleichzeitig Print nicht aufgeben.“

Viel wurde von Digitalen Ausgaben erwartet und meist wurde man enttäuscht. Verleger ärgern sich im Stillen über die niedrige Rate und Downloads und Opens und an der Zurückhaltung der Werbekunden im Onlinebereich. Sie sind mit Sicherheit kein gleichwertiger Ersatz für Print geworden. So musste z.B. T.H.E Jounal von 1105 Media, eine Zeitschrift über Technologien in der Schulbildung, die vor zwei Jahren auf eine reine digitale Version umstieg, nun wieder die Printausgabe zusätzlich einführen, da man ansonsten nicht den ganzen Markt abdecken konnte.

„In diesem Marktsegment wollen viele Agenturen und Werber multimediale Lösungen,“ so 1105 Media COO Henry Allain in der Januar-Ausgabe von Folio:, als sie die Printausgabe wieder eingeführt hatten. „Wir befanden uns im Nachteil, wenn wir Print nicht als eine Komponente anbieten konnten. Es war etwas frustierend für das Vertriebsteam, ständig mit der Frage konfrontiert zu werden: „Wo ist die Printkomponente dieses Vorschlags?“

Ausserdem konnte die Printausgabe mit einem Verhältnis von 50-50, was Anzeigen zu Artikel betrifft, auftreten.

Wenn also Digitale Ausgaben nicht für sich alleine überleben können, wo liegt ihr Platz in der Produktaufstellung?

Das kommt darauf an. Einige Verleger nutzen reine Kopien der Print-Version als Digitale Ausgabe, um potente Archive zu schaffen. Anderer nehmen einen gemischten Ansatz für die 5-10 Prozent der Leser, die digital konsumieren. McCormick sagt, warum fokussiert man sich nicht auf die wichtigsten Inhalte und bereitet diese für seine Digitalen Ausgaben auf? „Ich empfehle die reine Kopie der Printasugabe, ausser für den Bedarf fürs Archiv. Bei 5-10 der Leser lohnt es sich nicht, den gesamten Content neu zu gestalten, denn dass würde wohl einige Vollzeit-Mitarbeiter mehr benötigen. Redesignen Sie einfach die Inhaltsangabe und die Hauptartikel jeder Ausgabe. Wenn Sie den Platz haben, dann verwandeln Sie eine 4-Seiten-Story in eine für 12 Seiten. Das ist einfacher wie die Produktion für eine Printausgabe.“

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