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Kapitel

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Was Leser und Werbetreibende gemein haben

von
Stephan von Lattorff
Ein jeder Verlag mit einer aktiven Website kann jede Menge über seine Leser erfahren. Und natürlich ebenso über die Werbetreibenden.

Dabei dreht sich alles um Website-Traffic und Content-Analysen, aber ebenso darum, dass Anzeigenverkäufer herausfinden, wer sich eben auf der Website herumtreibt und was den entsprechenden Besucher interessiert.

Man kann sich nun darüber streiten, ob ein Verlagsmitarbeiter über die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, diese Informationen zu filtern. Abgesehen davon erkennen viele Verlage aber die Chancen nicht, die ihnen ihre Website bietet. Die eignet sich schließlich hervorragend zum Anlocken potenzieller Werbetreibender, sind diese doch nahezu immer auch Leser.

Das heißt, selbst wenn sich ein Besucher Ihr Media-Kit nicht ansieht, können Sie aus Ihrem Website-Traffic noch immer großartige potenzielle Kunden pflücken.

Schließlich – und sogar dann, wenn Ihre Veröffentlichung Besucher mit einem Durchschnittsalter von 12 Jahren anspricht – würden nur die wenigsten potenziellen Werbetreibenden, die ernsthaft Interesse am Schalten einer Anzeige haben, für eine Veröffentlichung zahlen, die sie nicht verstehen.

Deshalb und sofern sie feststellen können, wer auf welche Sektion Ihrer Website klickt, haben Sie natürlich sofort einen direkten Zugang zu Unternehmen, die Sie womöglich als Kunden an Land ziehen können.

Um sich diese Situation einmal anhand eines Beispiels zu veranschaulichen, stellen Sie sich eine Sektion auf Ihrer Website vor, in der es darum geht, auswärts zu essen. Was wenn der größte Fan dieser Sektion eine eigene Restaurantkette besitzt? Sollte dieser potenzielle Werbetreibende zunächst vielleicht auch nicht den Wunsch hegen, Werbung zu treiben, so könnte sich diese Chance dennoch ergeben, wenn er den Nutzen darin erkennt.

Das ist ein vereinfachtes Beispiel, an dem Sie aber erkennen, dass das digitale Verhalten eines Nutzers Aufschluss darüber gibt, ob er für Sie möglicherweise zum Anzeigenkunden wird oder aber, ob sich der Anzeigenverkäufer an dieser Person die Zähne ausbeißt.

Schließlich hat sich das Kaufverhalten in den vergangenen Jahren verändert und somit ist es heutzutage völlig normal, Informationen im Internet einzuholen, ehe man vor allem hochpreisige Einkäufe tätigt.

Tatsächlich marschiert ein Kunde auf der Suche nach einem neuen Auto mittlerweile schnurstracks ins Autohaus und weiß, was er möchte. Es ist normal, Google zu fragen. Den Verkäufer hingegen darauf anzusprechen, ist schon fast zur Ausnahme geworden.